Im Vorfeld der Stichwahl bei der Oberbürgermeisterwahl gibt es eine Positionierung der Weinheimer Grünen. Nach eingehender Beratung kamen der Orts- und Fraktionsvorstand zur Überzeugung, ihren Mitgliedern gegenüber keine Wahlempfehlung für Michael Möslang auszusprechen.
Kerstin Treber-Koban, Co-Vorsitzende des Ortsverbandes: „Wir haben uns mit den beiden Kandidierenden ausgetauscht. Auch wenn die Gespräche durchaus vertrauensbildend waren, haben wir bei Alexandra Kriegel größere Schnittmengen des gemeinsamen Wertefundaments festgestellt. Daher können wir zum heutigen Zeitpunkt keine Empfehlung für Herrn Möslang aussprechen.“
Elisabeth Kramer, Fraktionsvorsitzende: „Es liegt nun ganz an der Kandidatin Alexandra Kriegel, die Wählerinnen und Wähler Wolfram Bernhardts von ihrer Person zu überzeugen. Die nötigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen sehen wir bei ihr gegeben. Auch wenn wir uns bei dieser Wahl nicht hinter Michael Möslang stellen, könnten wir natürlich mit beiden Kandidierenden zukünftig konstruktiv zusammenzuarbeiten. Dabei werden wir unsere Inhalte und Werte mit Nachdruck vertreten und uns weiterhin für ein ökologisch nachhaltiges, sozial gerechtes und demokratisch starkes Weinheim einsetzen.“
Naomi Fath, Co-Vorsitzende des Ortsverbandes: „Wir haben in der Wahl bislang Wolfram Bernhardt mit viel Zeit und Engagement unterstützt, da er die Menschen in Weinheim zusammenführen wollte. Wir sind ihm für seinen außerordentlich erfrischenden und ehrlichen Wahlkampf sehr dankbar und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft nur das Allerbeste. Wir wünschen uns für Weinheims Zukunft, dass ein Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin es schafft, die Menschen nach den Wochen des Wahlkampfes wieder zu verbinden.“
Mathias Meder, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Entscheidend für den Ausgang der Stichwahl wird sein, ob die Menschen zu Hause bleiben oder ihr Wahlrecht ausüben. Dafür wollen wir uns einsetzen. Wir möchten auch in den verbleibenden Tagen dafür werben, dass möglichst viele Menschen die Stichwahl aktiv mitentscheiden. Niemand sollte am Wahltag zu Hause bleiben, sondern die Zeit bis dahin nutzen, um mit den Kandidierenden noch einmal ins Gespräch zu kommen und sich zu informieren.“

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